Basics: was ist IKT?

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bezeichnet Technik, die zum Erheben, Speichern, Übertragen und Weiterverarbeiten von Daten und Informationen genutzt wird.

Beispiele für IKT-Technologien

  • Internet: Das Internet ist die Grundlage für viele andere IKT-Technologien und ermöglicht den Zugang zu Informationen, Kommunikation, Online-Diensten, Unterhaltung und vielem mehr.
  • Mobilfunknetze: Mobilfunknetze wie 4G und 5G ermöglichen die drahtlose Kommunikation über Mobiltelefone, Smartphones und andere mobile Geräte.
  • Drahtlose Netzwerke (WLAN): WLAN-Technologie ermöglicht drahtlose Verbindungen zwischen Geräten und dem Internet, was die Flexibilität und Mobilität erhöht.
  • Cloud Computing: Cloud-Computing-Technologien ermöglichen den Zugriff auf Computing-Ressourcen und Dienste über das Internet, ohne dass diese lokal auf dem Gerät vorhanden sein müssen.
  • Big Data und Data Analytics: Diese Technologien ermöglichen die Sammlung, Speicherung und Analyse großer Datenmengen, um wertvolle Erkenntnisse und Trends zu gewinnen.
  • Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen: Diese Technologien ermöglichen es Computern, komplexe Aufgaben auszuführen, Muster zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, ohne explizit programmiert zu werden.
  • IoT (Internet der Dinge): IoT umfasst vernetzte Geräte und Sensoren, die miteinander und mit dem Internet kommunizieren können, um Daten zu sammeln, zu übertragen und zu verarbeiten.

Wir brauchen IKT im Alltag für:

Was sind die Umweltwirkungen von IKT?

Umweltwirkungen entstehen nicht „im Produkt“ sondern während der Herstellung von Komponenten durch

  • Einsatz von hoher Energie mit schädlichen Emissionen
  • Einsatz umweltschädlicher Chemikalien
  • Einsatz knapper und umweltseitig kritischer Rohstoffe

Besonders schädlich in der Herstellung sind Halbleiterbauelemente

  • Dazu gehören in Reinräumen hergestellte „ICs“ oder „Chips“
  • Diese Komponenten können bei einem Handy über 50 % des Herstellungsaufwands machen 

Wie ökologisch nachhaltig ist die Chip-Fertigung?

Je kleiner die Strukturgröße, desto höher der Strombedarf bei der Fertigung pro Wafer:

  • 28-nm-Chip: ca. 400 kWh
  • < 10-nm-Chip: bis zu 1200 kWh

Emissionen der Halbleiter-Industrie weltweit:

176 Mio t CO2-Äquivalent im Jahr 2022 (≙ ca. den Gesamtemissionen der Niederlande)

Täglicher Wasserverbrauch einer Halbleiter-Fabrik:

  • Bis zu 38 Mio Liter (Bedarf von 82 000 dt. Vier-Personen-Haushalten), davon 75% für Fertigungsprozesse
  • Bis zu 19 Mio Liter hochreines Wasser (UPW) (1,5 Liter Leitungswasser à 1 Liter UPW)
  • 7,6 Mio Liter für Kühlung und Luftfilterung

Welche Rohstoffe befinden sich in IKT?

Das Problem: Diese Rohstoffe werden häufig unter gefährlichen Bedingungen in Ländern ohne geeignete Sozial- und Umweltschutz-Standards abgebaut und sind zum Teil schwer verfügbar.

Wie kann man IKT grüner gestalten?

  • Reduktion des Energieverbrauchs in der Nutzung
  • Reduktion des Energie- und Materialverbrauchs in der Herstellung
  • Reduktion von Schadstoffen in den Produkten und bei Herstellungsprozessen
  • Recycling zur Rohstoffrückgewinnung
  • nachhaltiges Design der Produkte und Herstellung möglichst langlebiger Hardware 
  • ressourcensparende Programmierung von Software (Green Software Engineering)
  • Einsatz von IT zur Reduktion des Energieverbrauchs einer anderen Quelle (z. B. Verkehr, Heizsysteme)

Was kann ich selbst tun?

Zum Beispiel gebrauchte Elektronik kaufen! Refurbished Produkte zu erwerben spart Ressourcen und ist dazu noch kostengünstiger.

Einsparungen beim Kauf eines gebrauchten Smartphones:

*virtuelles Wasser bezeichnet die Menge Wasser, die für die Herstellung eines Produkts anfällt

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